Große Tiere. Vielfältige Landschaften. Eine Frage, die Zukunft bewegt.

Wie sahen Landschaften aus, in denen eine Fülle von Pflanzen und Insekten ihren Platz fand? Und welche Rolle spielten die großen Pflanzenfresser dabei?
Wer frisst, schafft Platz. Wo Tiere grasen und durch das Gelände ziehen, formen sie ihre Umgebung. So knüpfen wir an natürliche Prozesse an, durch die früher vielfältige Lebensräume entstanden sind. Kurze und hohe Vegetation, offene Bodenstellen und Übergänge zwischen Gehölzen und Wiesen können nebeneinander entstehen. Solche Unterschiede schaffen unterschiedliche Lebensbedingungen – für Pflanzen, Insekten und viele weitere Arten. Die Forschung zeigt: Große Pflanzenfresser können diese Vielfalt an Strukturen wesentlich mitprägen. Wie sich das auf einzelne Arten auswirkt, hängt vom Standort und von der Beweidung ab.
Im Wild Solutions Park gehen wir diesen Zusammenhängen auf den Grund. Draußen. Über Jahre. Zum Miterleben.
Der Naturpark Leiser Berge arbeitet mittlerweile auf über 100 Hektar mit großen Weidetieren. In Asparn an der Zaya machen wir diesen Ansatz auf einer Schau- und Forschungsfläche erlebbar: Wir verfolgen, wie sich eine ehemalige Ackerfläche durch Beweidung und die ergänzende Aussaat regionaler Wiesenpflanzen verändert. Boden, Pflanzen und ausgewählte Tiergruppen werden jährlich dokumentiert. Was entwickelt sich? Welche Arten finden hier Lebensraum? Und was können andere Projekte daraus lernen?
Dieses Wissen soll nicht auf der Fläche bleiben. Wir wollen es gemeinsam mit der Wissenschaft weiterentwickeln, verständlich vermitteln und in andere Projekte tragen. Kinder und Erwachsene sollen selbst entdecken können, wie Tiere Landschaften mitgestalten – und warum Naturschutz mit genauem Hinsehen beginnt.

Gemeinsam für morgen

Im Wild Solutions Park arbeiten Fachleute aus Biologie, Wissenschaft, Naturschutz, Bildung, Landschaftspflege und Projektentwicklung zusammen. Sie haben ihr Wissen und ihre praktischen Erfahrungen gebündelt und daraus gemeinsam das Konzept für den Park entwickelt. So verbinden sich Forschung, die Gestaltung vielfältiger Lebensräume und anschauliche Naturvermittlung. Im laufenden Austausch entwickeln wir den Ansatz weiter und machen die Landschaft und ihre Veränderung für Besucherinnen und Besucher erlebbar.

REV Naturpark Leiser Berge

REV Naturpark Leiser Berge

Green Bridge GmbH

Green Bridge GmbH

Meine Blumenwiese

Meine Blumenwiese

Große Pflanzenfresser. Kleine Veränderungen. Neue Lebensräume.

Große Pflanzenfresser gestalten Landschaften durch ihr Fressverhalten und ihre Bewegung. Über lange Zeit haben sie dazu beigetragen, offene Flächen, lichte Gehölze und vielfältige Übergänge zwischen Lebensräumen entstehen zu lassen. Der Auerochse, eines der großen pflanzenfressenden Wildtiere Europas, ist ausgestorben. Im Wild Solutions Park setzen wir an seiner Stelle Wasserbüffel ein. Mit ihrem Verhalten und ihrer Art zu fressen übernehmen sie eine vergleichbare Rolle bei der Gestaltung der Landschaft. Wir untersuchen, wie ihr Verhalten die Vegetation, den Boden und die Lebensbedingungen anderer Arten beeinflusst. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung durch Beweidung: Welche Strukturen entstehen, wenn die Tiere die Fläche über Jahre mitgestalten?

Jedes Jahr hinsehen. Veränderungen nachvollziehbar machen.

Boden, Pflanzen und ausgewählte Tiergruppen werden jährlich dokumentiert. Diese wiederkehrenden Erhebungen sollen sichtbar machen, wie sich die Fläche verändert und wie sich die biologische Vielfalt entwickelt. Nicht jede Veränderung ist automatisch eine Verbesserung. Auch Wetter, Standort und die bisherige Nutzung beeinflussen die Entwicklung. Deshalb unterscheiden wir zwischen Beobachtungen, möglichen Zusammenhängen und belegbaren Ergebnissen. So entsteht eine Grundlage, um die Beweidung fachlich weiterzuentwickeln.

Ein Lernort für die Region. Ein Erprobungsraum für morgen.

Der Wild Solutions Park bringt Naturschutz, Bildung, Forschung und regionale Entwicklung auf einer konkreten Fläche zusammen. Wir wollen neue Forschungsansätze erproben, Fragen aus der Praxis aufgreifen und Erkenntnisse verständlich zugänglich machen. Wer hier lernt, soll ökologische Zusammenhänge erkennen: Wie hängt das Verhalten eines großen Weidetiers mit Pflanzen, Insekten und dem Boden unter unseren Füßen zusammen?

Hier erproben. Gemeinsam lernen. Anderswo weiterdenken.

Unser Anspruch ist, ein nachvollziehbares Praxisbeispiel zu entwickeln, aus dem andere Projekte lernen können. Dazu gehören gelungene Ansätze ebenso wie offene Fragen und Grenzen. Was sich hier bewährt, möchten wir für weitere Flächen nutzbar machen – angepasst an deren Standort und Voraussetzungen. So kann der Park Wissen für die Region schaffen und Impulse für Naturschutzprojekte über die Region hinaus geben. Eine Landschaft entwickelt sich über Jahre. Ihr Potenzial verstehen wir, indem wir ihre Entwicklung begleiten.

Fünf Hektar als Ausgangspunkt. Rund 15 Hektar als Forschungsfrage.

Im Herbst 2025 haben wir auf fünf Hektar regionales Wiesensaatgut ausgebracht. Finanziert wurde das Saatgut von MAXENERGY im Rahmen von MAX Heimat. Wir untersuchen, ob und wie schnell sich die ausgesäten Pflanzen auf der übrigen, rund 15 Hektar großen Fläche etablieren. Dabei betrachten wir mögliche Ausbreitungswege: durch Wind und durch Samen, die am Fell der Weidetiere haften und an anderer Stelle wieder abfallen. Welche Arten sich wo ansiedeln und welche Rolle diese Wege spielen, ist Teil der Forschung. Aussaat, Beweidung und jährliche Dokumentation bilden dafür den gemeinsamen Rahmen.

Die Landschaft und ihre Entwicklung miterleben

Wasserbüffel zwischen Gehölzen
Wasserbüffel zwischen Gehölzen · © Florian Mitteregger
Ein Pferd nutzt den Wasserlauf
Ein Pferd nutzt den Wasserlauf · © Florian Mitteregger
Konik-Pferde auf der offenen Weide
Konik-Pferde auf der offenen Weide · © Florian Mitteregger
Wasserbüffel im schattigen Gehölzbereich
Wasserbüffel im schattigen Gehölzbereich · © Florian Mitteregger
Rinder und Pferde gestalten die Fläche
Rinder und Pferde gestalten die Fläche · © Florian Mitteregger
Rind und Pferd am Wasser
Rind und Pferd am Wasser · © Florian Mitteregger
Ein Pferd im Wasserlauf
Ein Pferd im Wasserlauf · © Florian Mitteregger
Beobachtungen auf der Projektfläche
Beobachtungen auf der Projektfläche · © Florian Mitteregger
Betreuung eines Monitoringgeräts
Betreuung eines Monitoringgeräts · © Florian Mitteregger
Schmetterling auf der Projektfläche
Schmetterling auf der Projektfläche · © Florian Mitteregger
Die offene Landschaft im Abendlicht
Die offene Landschaft im Abendlicht · © Florian Mitteregger
Begegnung mit den Weidetieren
Begegnung mit den Weidetieren · © Florian Mitteregger

Starke Partner. Gemeinsam Naturentwicklung ermöglichen.

Starke Partnerschaften machen langfristige Naturentwicklung möglich. Mit einem finanziellen Beitrag ermöglicht dein Unternehmen die Umsetzung und Weiterentwicklung des Wild Solutions Park – von der Betreuung der Weidetiere und der Pflege der Fläche über Forschung und Monitoring bis zur Umweltbildung. Gemeinsam schaffen wir eine verlässliche Grundlage, damit aus einem durchdachten Konzept dauerhafte Arbeit vor Ort wird. Wir besprechen mit dir einen passenden Finanzierungsbeitrag und machen nachvollziehbar, welche Projektarbeit dadurch ermöglicht wird.

News

Führungen im Wild Solutions Park Asparn/Zaya

Wo Natur Geschichte schreibt Buchbar vom 1. bis 26. Juni 2026. Im Wild Solutions Park in Asparn/Zaya entdecken Schüler:innen, wie Rinder, Pferde & Co. seit der Urgeschichte unsere Landschaft formen. In einer spannenden 60 minütigen Führung erfahren sie, wie Rinder, Wasserbüffel und Pferde aktiv zur Artenvielfalt beitragen und natürliche Lebensräume gestalten. Der Wild Solutions Park bietet…

Wild Solutions Park – Die Rückkehr der Wildnis

Anfang des Jahres 2025 begann etwas, das man nur als leises Wunder beschreiben kann: Mit dem Wild Solutions Park wurden 20 Hektar Land der Natur zurückgegeben – eine Fläche, die viele Jahrzehnte lang vom Menschen geprägt war und nun wieder aufatmen darf. Hier, wo früher Maschinen den Boden bearbeiteten, herrscht heute wieder das Summen, Rascheln…

Tux-Zillertal Cows

Am 4. Dezember 2024 zogen sechs Tux-Zillertaler Kühe in das Winterquartier des Wild Solution Parks ein – eine robuste, alte Rinderrasse aus Tirol. Ihre Haltung folgt dem Prinzip der natürlichen Kreisläufe: keine prophylaktische Entwurmung, dafür ein wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt. Der Kuhfladen dient zahlreichen Insekten als Lebensraum, fördert die Bodenqualität und unterstützt so die biologische…

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